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Meisterschaft: VfL Mennighüffen

von Stefan Herzog

Aus der Tageszeitung: „Die Glocke“, vom 18.04.2011

Gütersloh (zog). Die HSG Gütersloh hat gestern Abend mit dem 36:35 (16:16)-Heimsieg über den stark aufspielenden, niemals aufgebenden und vorbildliche Moral zeigenden VfL Mennighüffen ihre Chance gewahrt, am Ende der Saison noch in der Handball-Oberliga von Platz elf auf zehn zu klettern und damit den direkten Klassenerhalt zu schaffen.
Dass die tempo- und torreiche Partie die Nerven der 250 Gütersloher Fans unter den 300 Zuschauern strapazierte, weil sich die Gastgeber das Leben immer wieder selbst schwer machten, war nach dem Abpfiff egal.
Was jetzt zählt sind allein Punkte. Durch den Hahlener Sieg in Verl am Samstag gilt dieses Motto auch für die drei restlichen Spiele gegen Schwitten (Heim), in Ibbenbüren und zum Finale in eigener Halle gegen Teutonia Riemke: Holt die Hessenkämper-Sieben da nicht sechs Punkte, ist sie darauf angewiesen, dass nicht mehr als drei Westfalen-Vertreter aus der dritten Liga absteigen.
Für den Willen, die spielerische Klasse und die Nervenstärke der HSG waren die von Frank Käber trainierten Gäste gestern ein harter Prüfstein. Auf die offensive 3:2:1-Deckung war die HSG auch dank Video-Studiums gut vorbereitet. Fabian Gast machte auf der Mitte ein starkes Spiel mit Einzeldurchbrüchen und sicheren Abschlüssen und guten Anspielen, Philipp Buhrmester erzielte als einlaufender Außen acht Treffer und Marcel Ortjohann sorgte auf rechts ab der 45. Minute für die entscheidenden Tore.
Die HSG startete in beide Halbzeiten gut, doch Mennighüffne ließ sich auch bei Fünf-Tore-Rückständen nicht abschütteln. Das lag auch daran, dass die HSG von ihren teils gut herausgespielten Chancen einige liegen ließen und zu viele Gegentreffer über den direkten Konter, über die zweite Welle oder auch über die schnelle Mitte kassierten.
Im ersten Durchgang ließ sich der immer wieder von links kommende Arne Kröger nicht ausschalten. Das änderte sich erst durch eine Manndeckung von Daniel Wiemann. Der sah in der 51. Minute wegen Nachtretens die rote Karte und wurde durch Florian Haubrock ersetzt. Der erzielte prompt den wichtigsten Treffer zum 36:34 16 Sekunden vor Abpfiff. Da hatte die HSG zwei Spieler mehr auf dem Feld. Vor allem VfL-Trainer Käber mockierte sich nach Abpfiff über die Schiedsrichter.

HSG: Rogalski/Plum (n.e.) -- Buhrmester (8), Zöllner, Schönhoff (4), Harbert (n.e.), Christ (3), Wiemann (5/1), Gast (7/1), Schulze, Stammeier (n.e.), Ortjohann (7), Haubrock (2)

 

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