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Meisterschaft: TV Soest

Nach 20:15 zur Pause noch mit 35:43 abgeledert



von Stefan Herzog

Aus der Tageszeitung: „Die Glocke“, vom 04.04.2011

Gütersloh (zog). Eine Halbzeit lang setzte die HSG Gütersloh ihren guten Lauf nach zuletzt zwei Siegen im Abstiegskampf der Handball-Oberliga fort und führte gegen Regionalligaabsteiger Soester SV mit 20:15. Doch mit Wiederanpfiff verloren die Gastgeber vor gut 200 Zuschauern im Angriff einen Ball nach dem anderen und so in einem torreichen, typischem Soester Konterspiel noch verdient mit 35:43.
30 Minuten lang hatten die Gütersloher in der Abwehr vor einem stark haltenden Eugen Rogalski gerackert und mit gutem Rückzugsverhalten den Rückstand (3:7, 5:8) in Grenzen gehalten. Einziges Manko war die Chancenauswertung. Mit vier Treffern in Folge zog die Hessenkämper-Sieben auf 9:8 davon und bekam die Partie in den Griff.
Nach dem 16:15 zwei Minuten vor der Pause ließ die HSG noch einen Lauf mit vier Treffern folgen. Bejubelt wurde das 20:15, als Thorsten Harbert Sekunden vor dem Pfiff blockte und den Ball am aufgerückten Torwart vorbei fast über das ganze Feld ins leere Tor trollerte.
Dann aber war es aber vorbei mit Gütersloher Jubel. "Auf einmal war der Ball für uns eine heiße Kartoffel. So bringen wir den Gegner ins Tempospiel -- genau das, was wir nicht wollten", beschrieb Hagen Hessenkämper den Wiederbeginn, als die Soester nach 3:45 Minuten und zahlreichen unnötigen Gütersloher Ballverlusten auf 20:19 verkürzt hatten. Nach dem ersten Ausgleich zum 23:23 zog der Tabellenvierte, der drei Spieler an die zweite Mannschaft abgegeben hat, gleich auf 29:24 davon. Überragend dabei der 19-jährige Linkshänder Nilas Praest, der auf Halbrechts offensiv deckte und (bis auf die Schlussphase) seine Chancen bei Kontern und aus dem Rückraum eiskalt zu elf Treffern nutzte.
Bei der HSG versuchte es ab der 49. Minute Benjamin Zöllner viel früher als geplant nach seinem Bänderriss. Die Mannschaft kam auf 32:35 und
33:36 heran, wurde aber am Ende, als der Wille zurückzulaufen erlahmte, noch von 34:38 auf 34:43 abgeledert.
Kürzlich sind die betroffenen Drittligisten darüber informiert worden, dass die Tabellenzehnten der vier Staffeln in einer Relegation noch einen Klassenerhaltsplatz ausspielen. Sollte die HSG Elfter bleiben, wird sie dort dem westfälischen Team kräftig die Daumen drücken müssen, um so die Oberliga noch zu halten.

HSG: Rogalski/Plum -- Buhrmester (5), Zöllner, Schönhoff (2), Harbert (4), Schlüter (n.e.), Christ (6), Wiemann (3/1), Gast (5/1), Schulze, Stammeier (n.e.), Ortjohann (7), Haubrock (3)

 

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