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Meisterschaft: TuS Bielefeld/J.

von Stefan Herzog

Aus der Tageszeitung: „Die Glocke“, vom 14.03.2011

Gütersloh (zog). Nach dem Punkt gegen den Tabellendritten Gladbeck und dem gelungenen Pokalwochenende war Handball-Oberligist HSG Gütersloh am Samstag mit Selbstvertrauen die gut 25 Kilometer zum Tabellenzweiten TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck gefahren. Davon war im Spiel nicht mehr viel zu sehen. Die Gastgeber machten dafür beim 34:30 (20:17)-Heimerfolg vor 300 Zuschauern deutlich, warum sie mit vielen jungen Spielern so eine unerwartet starke, wenn nicht gar überragende Serie spielen.
Um gegen die ungewöhnlich offensive Deckung und den wurfgewaltigen Rückraum sowie den kaum zu haltenden Kreisläufer Lukas Heins mithalten zu können, hätte beim Tabellenzwölften alles passen müssen. Das tat es aber schon vor Anpfiff nicht. Denn mit Benjamin Zöllner hatte sich der wurfgewaltigste HSG-Werfer am Donnerstag beim Feuerwehr-Betriebssport eine Sprunggelenksverletztung zugezogen. Am Dienstag kommt Zöllner in die Röhre, ein mehrwöchiger Ausfall ist wahrscheinlich.
Zudem hatte auch Keeper Daniel Plum signalisiert, dass seine entzündete Schulter noch keinen Einsatz zulässt. So war erstmals nach gut anderthalb Jahren "Matze" Wehmöller" reaktiviert worden. Beim Training am Donnerstag zog sich Kreisläufer Alexander Stammeier dann noch einen Muskelfaserriss zu. Und Florian Haubrock musste im zweiten Durchgang wegen Oberschenkelproblemen passen.
In der Abwehr ließ die HSG die Jöllenbecker "Halben" Julian Jahr (10/1) und Christian Hoff (7) immer wieder unbehindert aus zehn, elf Metern zum Wurf kommen. Die suchten sich meist erfolgreich die Torwartecke aus.
Im Angriff vermieden die Gäste die befürchteten Ballverluste, strahlten aber zu wenig Torgefahr aus und scheiterten vor allem im zweiten Durchgang immer wieder (gern auch von Außen) mit Flachwürfen an Routinier "Moppel" Lehmeier, der in der Saison 2003/04 für die HSG gespielt hatte.
Im ersten Durchgang wahrte die HSG stets den Anschluss, vergab beim
19:17 einen Strafwurf und lag zur Pause mit 20:17 hinten. Beim 22:21 war wieder alles drin, dann setzten sich die "Jürmker" wieder auf vier Tore ab und brachten den Vorsprung im Zuge eines Spitzenteams souverän über die Zeit.

HSG: Rogalski/Wehmöller -- Buhrmester (1), Schönhoff (3), Harbert (2), Schlüter (n.e.), Christ (3), Wiemann (4), Gast (5/4), Schulze (5/4), Ortjohann (5), Haubrock (2)

 

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