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Meisterschaft: HSG Menden/L.

von Stefan Herzog

Aus der Tageszeitung: „Die Glocke“, vom 21.02.2011

Gütersloh (zog). Die Oberligahandballer der HSG Gütersloh waren mit gutem Gefühl, mit Optimismus, Selbstvertrauen und (bis auf den beruflich verhinderten Alexander Stammeier) komplettem Kader ins Sauerland zur HSG Menden-Lendringsen gefahren. Nach Hause gekommen sind sie am späten Samstagabend wieder einmal mit Lob vom Gegner, aber ohne Punkte. Auch der dritte Versuch, in einer Begegnung gegen ein Spitzenteam unerwartete Punkte zu holen und so den Druck für die im März und April folgenden Partien gegen die Mitkonkurrenten zu verringern, ging daneben, diesmal mit 30:34 (17:17) Toren.
Erneut hat der Aufsteiger aus Gütersloh gezeigt, dass er auch mit "denen von oben" mithalten kann und dass er im Saisonverlauf einen erheblichen Schritt (taktisch, kämpferisch und abwehrtechnisch) nach vorn gemacht hat. "Es ist halt die Summe an Kleinigkeiten, die auch diesmal den Ausschlag gegen uns gegeben hat", resümierte Trainer Hagen Hessenkämper.
Damit meinte der HSG-Coach vergebene Torchancen, Ballverluste und
Pfosten- und Lattentreffer.
Aufgrund einer starken Defensive und einem besonders bei Würfen aus kurzer Distanz hervorragend haltenden Daniel Plum bestimmten die Gäste vor 300 Zuschauern in Menden die erste Halbzeit. Die Gütersloher trafen über den Gegenstoß und die schnelle Mitte und hielten die Konter der Gastgeber lange durch diszipliniertes Rückzugsverhalten in Schach. Er habe in der Pause in aller Freundschaft ein paar klare Worte an sein Team gerichtet, sagte Mendens Trainer Björn Wißuwa, dem das Abwehrverhalten nicht gepasst hatte.
So kamen die Hausherren mit mehr Biss aus der Kabine und nutzten den Umstand, dass sie in der Schlusssekunde der ersten Halbzeit noch den Ausgleich erzielt hatten, um sich auf 22:19 und 26:22 abzusetzen. Beim
28:23 drohte aus Gütersloher Sicht die Vorentscheidung, doch die HSG kämpfte sich auch nach Umstellung auf die 6:0-Abwehr und zwei tollen Toren von Fabian Gast wieder auf 28:26 (51.) und 29:27 in Überzahl (55.) heran. Der Anschlusstreffer fiel aber nicht und so war alle gelaufen, als Menden von 31:29 auf 33:29 erhöhte.

HSG: Plum/Rogalski -- Buhrmester (1), Zöllner (3), Schönhoff (4), Harbert (2), Schlüter (2), Christ, Wiemann (7/2), Gast (3), Schulze (3), Haubrock (5)

 

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