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Meisterschaft: SC E. Heessen

Jubel aus der Kabine: Hüllhorst verliert, HSG top



von Stefan Herzog

Aus der Tageszeitung: „Die Glocke“, vom 08.03.2010

Gütersloh (zog).  Gestern Abend, 19.02 Uhr in einer Kabine der Sporthalle Nord. Beim obligatorischen Pressegespräch steht Hagen Hessenkämper nach dem mühelosen, teils gut anzuschauenden 38:19 (16:5)-Pflichtsieg des Handball-Verbandsligisten HSG Gütersloh über das noch punktlose Schlusslicht SC Eintracht Heessen Rede und Antwort. Auf einmal wird in der benachbarten Umkleide der Gütersloher laut gejohlt. „Sorry, ich muss mal gerade raus“, flitzt der HSG-Trainer aus der Tür und kommt wenige Sekunden später grinsend als Spitzenreiter wieder herein. Wie ein Lauffeuer sprach sich die Kunde von der 34:38-Niederlage der zuvor in 13 Partien hintereinander siegreichen HSG Hüllhorst bei der Ahlener SG II in der Halle Nord herum und stellte die vorangegangene Heimpartie klar in den Schatten. Denn nun führen die Gütersloher wieder mit einem Punkt Vorsprung die Tabelle an, sieben Spieltage vor Serienende, eine Woche vor dem Gipfeltreffen der beiden Topteams in Hüllhorst.

„Aber auch wenn wir in der kommenden Woche in Hüllhorst gewinnen, sind wir noch lange nicht durch. Wir haben noch ein ganz schwerer Restprogramm“, erinnerte Hessenkämper, nun wieder die Besonnenheit selbst, vor allem an die schweren Auswärtsaufgaben in Loxten, bei der HSG Stemmer-Friedewalde und im letzten Saisonspiel in Everswinkel.

Obwohl mit Benjamin Zöllner (Rippenprellung) und Kreisläufer Florian Haubrock (Schulter) zwei wichtige Stammspieler verletzungsbedingt fehlten, hatten die ebenfalls ersatzgeschwächten Gäste gestern zu keinem Zeitpunkt das Niveau, um die Gastgeber vor 150 Zuschauern zu ärgern. Im Vergleich zum 51:31-Hinspielsieg hatte HSG-Trainer Hessenkämper diesmal an die Abwehr appelliert, weniger als 20 Gegentore zuzulassen. Fünf Gegentore zur Pause sagen alles, ein noch deutlicheres Ergebnis wurde durch die ein oder andere Unkonzentriertheit verpasst, dafür wurden mehrere Treffer sehenswert herausgespielt.

Stark spielten Marcel Schönhoff, Daniel Wiemann die beiden Linksaußen Sebastian Sander und Jan Schulze. Letzterer sagte – eine weitere gute Nachricht nach Abpfiff – für ein weiteres Jahr zu.

 

HSG: Plum/Rogalski – Schönhoff (9), Harbert (2), Schlüter (1), Christ (2), Wiemann (12/6), Sander (5), Schulze (6), Stammeier (1)


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