Meisterschaft: HSG Schwerte-W.
28:35-Rückschlag für die HSG, Schwerte klar besser Schwerte
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von Stefan Herzog
Aus der Tageszeitung: „Die Glocke“, vom 14.12.2009
Gütersloh (zog). Eine bittere Niederlage und einen empfindlichen Rückschlag im Titelkampf der Handball-Verbandsliga kassierte die vom ersten auf den dritten Rang zurückgefallene HSG Gütersloh am Samstag.
Gegen die nach der drei Tage zuvor erfolgten Trennung von Trainer Mischa Quass hochmotivierte HSG Schwerte-Westhofen war der Titelaspirant bis auf die Torwartposition in allen Belangen unterlegen und verlor verdient mit 28:35 (14:18). Zudem droht vor dem Spitzenspiel gegen Stemmer-Friedewalde der Ausfall von Daniel Wiemann, der nach 16 Minuten wegen einer erneut aufgebrochenen Leistenverletzung passen musste. Als es der Linkshänder in der 44. Minute noch einmal versuchte, konnte er nicht mehr verhindern, dass das gefährlich wackelnde Kind in den Brunnen fiel.
Nicht fit ist wegen Wadenbeschwerden nach wie vor Arne Schlüter, sodass auf der rechten Seite gut vier Wochen nach der Trennung von René Bulwien ein echter Notstand droht. Das war aber bei der aus der Ruhrgebietsstaffel gewechselten HSG Schwerte-Westhofen längst nicht der einzige Grund für die Niederlage. 15 Minuten lang lief alles nach Plan.
Aufbauend auf der Leistung des überragenden Keepers Matthias Wehmöller führten die Gütersloher ständig und beim 9:6 und 10:7 mit drei Toren.
Doch genau als sie die Partie in den Griff bekam, leistete sich die HSG den ersten Komplett-Aussetzer und kassierte sechs Treffer in Serie zum 10:13-Rückstand, der sogar auf 13:18 anwuchs. Nach Wiederanpfiff kamen die Gütersloher auf 20:18 und 21:19 heran, scheiterten dann aber an dem bereits in den letzten Wochen auffälligen Manko Chancenauswertung. Von H wie Harbert bis Z wie Zöllner leisteten sich die HSG-Angreifer viel zu viele Fehlversuche. Lediglich Florian Haubrock hatte im ersten Durchgang noch eine gute Quote. In der Abwehr bekamen die Gütersloher den herausragenden Schwerter Rückraumspieler Dominik Thäsler nie in den Griff. Dem genügte eine Körpertäuschung, um zwölf Treffer zu erzielen.
Der machtlose HSG-Co-Trainer Philipp Christ probierte als Vertreter des privat verhinderten Hagen Hessenkämper von der 3:2:1- über die 5:1- bis zur 6:0- Variante alles aus, doch Thäsler und Mittelmann Lingstädt spazierten nach Belieben durch die Defensive, Kreisläufer Ciomber freute sich über manch erfolgreichen Bodenpass. So wurden die Rückstande über 28:20 , 33:23 und 35:26 richtig deutlich.
HSG: Wehmöller/Plum (n.e.) – Schönhoff (2), Harbert (2), Schlüter (2), Wiemann (5/1), Sander, Zöllner (6), Schulze (4/2), Stammeier (n.e.), Haubrock (7)
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